Börsen, Exporte und Regionen zeigen Deutschlands wirtschaftliche Widerstandskraft

Autor: Wirtschaft-Ratgeber Redaktion

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Kategorie: Nachrichten

Zusammenfassung: Börsen und Exporte erreichen Rekorde, während Energiepreise und Strukturprobleme bremsen; regionale Projekte und politische Konzepte setzen unterschiedliche Akzente.

Die Wirtschaft zeigt ein widersprüchliches Bild: Während Börsen und Exporte neue Rekorde erreichen, bremsen Energiepreise, globale Konkurrenz und strukturelle Risiken die Erholung. Der Pressespiegel beleuchtet die wichtigsten Entwicklungen – von der deutschen Industrie und regionalen Projekten bis zum Wachstum auf den Kanaren.

Pressespiegel: Börsen, Exporte und regionale Wirtschaft zeigen unterschiedliche Facetten der Widerstandsfähigkeit

Experten erwarten solide Börsenentwicklung – Bewertungen bleiben entscheidend

Die europäischen Börsen sind zuletzt auf neue Hochs gestiegen. In den USA wurden die jüngsten Rückschläge bei KI- und Chipaktien teilweise wieder wettgemacht.

Nach Einschätzung der im Beitrag von n-tv.de befragten Gesprächspartner hängt die weitere Entwicklung wesentlich davon ab, ob die aktuellen Aktienbewertungen durch die laufenden und erwarteten Unternehmensgewinne bestätigt werden. In der jüngsten Berichtssaison war dies bei den meisten Aktien der Fall.

Im Mittelpunkt steht die Frage, ob sich die solide Entwicklung auch in der zweiten Jahreshälfte fortsetzen kann. Außerdem wird erörtert, wie Anleger per Zertifikat einen zusätzlichen Teilschutz einbauen können. Darüber diskutieren Patrick Dewayne, Kemal Bagci von der BNP Paribas und Endrit Çela von AMF Capital.

„Auf die Bewertungen kommt es an.“

Infobox: Die Börsenentwicklung wird laut n-tv.de vor allem durch die Bewertung der Aktien und die Bestätigung dieser Bewertungen durch Unternehmensgewinne bestimmt.

AfD-Spitzenkandidat Holm verbindet Wirtschaftspolitik mit Forderungen nach weniger Staat

Die FAZ berichtet über Leif-Erik Holm, Ökonom und AfD-Spitzenkandidat in Mecklenburg-Vorpommern. Holm will den Windkraftausbau ausbremsen und die Wirtschaft unter anderem mit Gas aus Russland beflügeln.

Holm sagt, er beobachte einen großen Zulauf von Unternehmern und gute Kontakte zu Wirtschaftsverbänden. Viele Unternehmer hätten Hoffnung auf Friedrich Merz gehabt und seien enttäuscht worden. Deshalb suchten sie nach seiner Darstellung eine freiheitlich-liberal orientierte Partei.

Als wirtschaftspolitisches Leitbild nennt Holm die Soziale Marktwirtschaft. Sie habe Deutschland über Jahrzehnte Wohlstand gebracht und sollte seiner Ansicht nach auch im Grundgesetz verankert werden.

Für Mecklenburg-Vorpommern fordert er Entlastungen bei den Abgaben. Der Mindestlohn sei sinnvoll, um Lohndumping zu verhindern, müsse aber unpolitisch festgelegt werden.

Bei der Grunderwerbsteuer will Holm zunächst eine Senkung um 0,5 Punkte erreichen. Derzeit liege sie bei 6,0 Prozent. Junge Familien sollten bei der ersten selbst genutzten Immobilie gar keine Grunderwerbsteuer zahlen müssen.

Gleichzeitig verweist er auf die angespannte Haushaltslage des Landes. Für 2028 drohe ein Defizit von einer Milliarde bei einem Zwölf-Milliarden-Haushalt.

Start-ups, Digitalisierung und Industrieansiedlungen

Fördermittel für junge Start-ups hält Holm teilweise für notwendig. Diese Förderung müsse jedoch degressiv auslaufen: Eine Startchance solle möglich sein, eine Dauerförderung lehnt er ab.

Er setzt auf eine stärkere Verzahnung von Universitäten und Ausgründungen. Rostock und Greifswald seien dafür gut geeignet. In Lubmin wolle er einen Energiecluster mit Gaskraft schaffen, in dessen Umfeld sich auch KI-Rechenzentren ansiedeln könnten.

Ein weiteres Ziel sei es, junge Menschen im Land zu halten oder abgewanderte Fachkräfte zurückzugewinnen. Dafür fehlten nach Holms Darstellung passende Arbeitsplätze. Zugleich räumt er ein, dass Branchen wie der Tourismus nicht ohne Arbeitskräfte aus dem Ausland auskommen.

Bei der Digitalisierung orientiert sich Holm nach eigenen Angaben an Estland. Mecklenburg-Vorpommern brauche als Flächenland eine vernünftige digitale Infrastruktur. Neben fehlendem Handyempfang nennt er fehlende Landärzte als weiteres Problem.

Energiepolitik: Gaskraftwerke, Nord Stream und Kernkraft

Holm kritisiert die Energiewende und fordert eine stärkere konventionelle Versorgung. Die Energiewende verursache enorme Systemkosten. Er verweist auf die Aussage von Wirtschaftsministerin Reiche, wonach diese bis 2035 bei 90 Milliarden im Jahr liegen könnten.

Gaskraftwerke in Rostock und Lubmin sollen nach seinen Vorstellungen als Grundlastkraftwerke und nicht als subventionierte Reservekraftwerke eingesetzt werden. Für Lubmin sieht Holm wegen der Universität Greifswald und des Max-Planck-Instituts für Kernfusionsforschung im Umfeld die Möglichkeit eines größeren Energie- und Technologieclusters.

Für den Fall eines Endes des Krieges zwischen Russland und der Ukraine und einer Normalisierung der Beziehungen spricht sich Holm dafür aus, russisches Gas wieder zu nutzen. Er bezeichnet es als konkurrenzlos günstig.

Auch die Abschaltung der Kernkraftwerke bezeichnet Holm als Kardinalfehler der deutschen Energiepolitik. Kernkraftwerke seien im Bau teuer, könnten aber 80 Jahre laufen. Die Stromnetze für den Transport von Wind- und Solarstrom kosteten nach seiner Darstellung am Ende 1,2 Billionen Euro.

Beim Ausbau der Windenergie will Holm auf Bundesebene das Flächenziel streichen. In Mecklenburg-Vorpommern gebe es bereits mehr als 2000 Windkraftanlagen. Bei einem Flächenziel von 2,1 Prozent wären es 5000, obwohl der Strom nicht vollständig abgeleitet werden könne.

Sparpläne für Mecklenburg-Vorpommern

Im Falle einer Regierungsbeteiligung kündigt Holm zunächst einen Kassensturz und eine Generalinventur der Landesverwaltung an. Das Personal sei unter Ministerpräsidentin Schwesig um mehr als 20 Prozent gewachsen, auch in der Staatskanzlei.

Ein Viertel des Haushalts entfalle auf Personal. Holm will zudem ein Ministerium einsparen: Das Wissenschaftsministerium soll in das Bildungsministerium eingegliedert werden.

Die Zahl von 14 Staatssekretären hält Holm für überhöht. Frei werdende Stellen sollen nicht nachbesetzt werden. Ziel sei es, über die Legislaturperiode eine Milliarde einzusparen.

Infobox: Im FAZ-Interview nennt Holm Steuersenkungen, weniger Verwaltung, eine stärkere konventionelle Energieversorgung und eine Begrenzung des Windkraftausbaus als zentrale wirtschaftspolitische Vorhaben.

Halberstadt: Unternehmer-Quartier in der Klusstraße 10

In Halberstadt entsteht nach einem Bericht der Volksstimme ein neues Unternehmer-Quartier in der Klusstraße 10. Das Gebäude war zuvor der Sitz von Mitarbeitern der Kreisverwaltung und soll nun der Unterstützung der Wirtschaft dienen.

Das Haus wurde äußerlich neu gestaltet. Genannt werden ein neuer Zaun, eine neue Pflasterung und eine schicke Fassade. Hinter der Adresse verbirgt sich ein Ort, an dem Unternehmen auf unterschiedlichen Ebenen unterstützt werden sollen.

Eine zentrale Rolle spielt Martin Hein, der von Berlin nach Halberstadt gezogen ist und seine Firma mitgenommen hat. Der Schritt sei für ihn nach Darstellung der Volksstimme keine Sekunde lang eine Fehlentscheidung gewesen.

Das Unternehmer-Quartier soll damit eine neue Adresse für den Mittelstand im Harz werden. Der Beitrag stellt insbesondere den Wechsel von einer Verwaltungseinrichtung hin zu einem wirtschaftsorientierten Standort heraus.

Infobox: Die Klusstraße 10 in Halberstadt wird laut Volksstimme zu einem Unternehmer-Quartier umgebaut, das die regionale Wirtschaft und den Mittelstand unterstützen soll.

Deutsche Exporte erreichen im Juni einen Rekordwert

Deutschland hat im Juni mehr Waren exportiert als je zuvor. Wie DIE ZEIT unter Berufung auf das Statistische Bundesamt berichtet, stiegen die kalender- und saisonbereinigten Warenexporte im Vergleich zum Vormonat um 0,9 Prozent auf 139,3 Milliarden Euro.

Damit legten die Exporte den fünften Monat in Folge zu. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit einem Anstieg von 0,2 Prozent gerechnet.

Die Importe nahmen um 4,4 Prozent auf 123,9 Milliarden Euro zu. Mit Ausnahme des Januars stiegen die Exporte im laufenden Jahr damit jeden Monat.

BereichEntwicklung im Juni
Warenexporte0,9 Prozent auf 139,3 Milliarden Euro
Importe4,4 Prozent auf 123,9 Milliarden Euro
Exporte in die USA14,2 Prozent auf 12,1 Milliarden Euro gesunken
Exporte nach China0,3 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro gesunken
Exporte in EU-Staaten1,3 Prozent auf 79,3 Milliarden Euro gestiegen

Die USA blieben das wichtigste Zielland für deutsche Waren. Die Ausfuhren dorthin sanken jedoch im Vergleich zum Mai um 14,2 Prozent auf 12,1 Milliarden Euro. Der Chefökonom der VP Bank, Thomas Gitzel, bezeichnete diesen Rückgang als alarmierend.

Auch die Exporte nach China gingen zurück, und zwar um 0,3 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro. Die Ausfuhren in die EU-Staaten stiegen dagegen um 1,3 Prozent auf 79,3 Milliarden Euro.

Industrieproduktion legt leicht zu

Parallel zum Exportrekord stieg die Produktion von Industrie, Bau und Energieversorgern im Juni um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat. Besonders stark wuchs die Autoindustrie mit einem Produktionsplus von 3,6 Prozent.

Im sonstigen Fahrzeugbau, zu dem Flugzeuge, Schiffe, Züge und Militärfahrzeuge gehören, nahm die Produktion um 8,4 Prozent zu. Der Maschinenbau verzeichnete dagegen einen Rückgang von 3,9 Prozent.

Die Fertigung allein in der Industrie stagnierte im Juni. Dennoch sind die Auftragsbücher der Industrie laut dem Bericht so gut gefüllt wie seit Beginn der Statistik im Jahr 2015 nicht mehr.

Der Analyst der Landesbank Baden-Württemberg, Jens-Oliver Niklasch, sieht darin Hinweise darauf, dass die Talfahrt der Industrie beendet sein könnte. Als Risiken werden die geopolitische Lage und die Energieversorgung genannt. Auch niedrige Füllstände der Gasspeicher könnten stärker in den Blick geraten.

Infobox: Die deutschen Warenexporte erreichten im Juni mit 139,3 Milliarden Euro einen Rekordwert. Der Impuls kam vor allem aus dem EU-Geschäft, während die Ausfuhren in die USA und nach China zurückgingen.

Deutsche Industrie zeigt trotz chinesischer Konkurrenz Widerstandsfähigkeit

Euractiv berichtet ebenfalls über den Anstieg der deutschen Industrieproduktion. Von Mai bis Juni wuchs sie real um 0,2 Prozent. Die Automobilindustrie trug mit einem Plus von 3,6 Prozent wesentlich dazu bei.

Rückgänge in der energieintensiven Industrie und im Maschinenbau bremsten die Entwicklung. Die energieintensive Industrie ging um 1,8 Prozent zurück, der Maschinenbau um 3,9 Prozent.

Im zweiten Quartal lag die deutsche Industrieproduktion damit um 0,7 Prozent über dem ersten Quartal. Carsten Brzeski, globaler Leiter des Bereichs Makro bei ING Research, sprach von einer überraschenden Widerstandsfähigkeit der deutschen Industrie trotz des Krieges im Nahen Osten und explodierender Energiepreise.

„Trotz des Krieges im Nahen Osten und der explodierenden Energiepreise hat die deutsche Industrie eine überraschende Widerstandsfähigkeit bewiesen“, sagte Carsten Brzeski laut Euractiv.

Chinesische Lieferungen nach Deutschland steigen

Die chinesischen Zolldaten zeigen laut Euractiv zugleich den wachsenden Wettbewerbsdruck. Die Nettoexporte Chinas stiegen im Juli in US-Dollar gerechnet im Vergleich zum Vorjahresmonat um 23,9 Prozent.

Die chinesischen Lieferungen nach Deutschland erhöhten sich um 17,4 Prozent, während die Importe um 2,7 Prozent zurückgingen. China ist Deutschlands wichtigster Handelspartner.

Im Jahr 2025 wurden Waren im Wert von 252,4 Milliarden Euro zwischen Deutschland und China gehandelt. Das deutsche Handelsdefizit gegenüber Peking stieg im vergangenen Jahr auf ein Rekordhoch von fast 90 Milliarden Euro.

Brzeski warnt deshalb davor, eine konjunkturelle Erholung der Industrie mit einer Lösung der strukturellen Probleme gleichzusetzen. Die Industrieproduktion liege weiterhin um 0,1 Prozent unter dem Niveau vom Juni 2025 und um 10 Prozent unter dem Niveau vor der Pandemie.

Rhein, Energiepreise und Wachstumsrisiken

Zusätzliche Risiken ergeben sich nach dem Bericht durch Hitze und Dürre. Die Wasserstände des Rheins seien auf Rekordtiefstände gesunken. Da die deutsche Industrie stark von dieser Wasserstraße abhängig ist, könnten die Lieferketten belastet werden.

Das Kieler Institut schätzt, dass das extrem trockene Wetter das deutsche Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um bis zu 0,2 Prozent schmälern könnte. Der Internationale Währungsfonds senkte seine Wachstumsprognose für Deutschland für dieses Jahr von 0,8 Prozent auf 0,7 Prozent.

Als Gründe werden hohe Energiepreise und ein schwaches Verbrauchervertrauen im gesamten Euroraum genannt. Die deutsche Wirtschaft stagniert im Wesentlichen seit 2019.

Infobox: Die Industrieproduktion erholt sich leicht, bleibt aber mit strukturellen Problemen, chinesischem Wettbewerbsdruck, Energiepreisen und möglichen Belastungen durch niedrige Rheinwasserstände konfrontiert.

Kanaren: Wirtschaft wächst langsamer, erreicht aber Rekordstand

Die Wirtschaft der Kanarischen Inseln ist im zweiten Quartal um 2,8 Prozent gewachsen und hat damit den höchsten Stand seit Beginn der Messreihe im Jahr 2000 erreicht. Das berichtet Teneriffa News.

Der Volumenindex des Bruttoinlandsprodukts stieg auf 141,62 Punkte. Nach Bereinigung von Saison- und Kalendereffekten bezifferte die Regierung der Kanarischen Inseln das Wachstum auf 2,85 Prozent.

Das Wachstum verlangsamte sich gegenüber dem ersten Quartal von 3,1 Prozent auf 2,8 Prozent. Trotz des geringeren Tempos legten alle Sektoren weiter zu.

Gegenüber der Vorperiode stieg der Index von 140,37 auf 141,62 Punkte. Das entspricht einem Plus von 0,89 Prozent. Der spanische Durchschnitt lag bei 0,7 Prozent.

Vor einem Jahr hatte der Index bei 137,7 Punkten gelegen. Damit stieg er 24 Quartale in Folge und liegt nun 51,3 Prozent über dem Niveau der Erstmessung im Jahr 2000.

SektorWachstum im zweiten QuartalWachstum im ersten Quartal
Bausektor3,9 Prozent5,7 Prozent
Dienstleistungen3,2 Prozent3,4 Prozent
Industrie1,7 Prozent2,3 Prozent
Primärsektor1,2 Prozent1,4 Prozent

Der Bausektor gilt auf den Kanaren als größte Bremse, obwohl er mit 3,9 Prozent weiterhin den höchsten Zuwachs unter den genannten Sektoren verzeichnete. Zu den Projekten, die das Wachstum stützen, gehört der Ausbau des Inselrings auf Teneriffa.

Der Dienstleistungssektor bleibt der wichtigste Wirtschaftsmotor der Kanaren. Dazu zählt auch der Tourismus. Die Industrie wuchs um 1,7 Prozent, der Primärsektor, zu dem die Landwirtschaft gehört, um 1,2 Prozent.

Arbeitslosigkeit auf niedrigstem Stand seit 2007

Im Juli waren auf den Kanaren 144.168 Menschen arbeitslos gemeldet. Das war der niedrigste Stand seit Juli 2007.

Die Arbeitslosenquote sank im zweiten Quartal auf 11,6 Prozent. Damit wurde ebenfalls der niedrigste Wert für ein zweites Quartal seit 2007 erreicht.

Bei der Sozialversicherung waren im Juli knapp 962.000 Beschäftigte gemeldet. Das waren 2,9 Prozent mehr als im Vorjahr und zugleich der höchste Wert, der je in einem Juli erreicht wurde.

Die Zahl der Selbstständigen stieg auf gut 148.000. Laut Teneriffa News waren damit so viele Selbstständige wie nie zuvor auf den Kanarischen Inseln registriert.

„Trotz eines internationalen Umfelds der Unsicherheit und einer Abschwächung des globalen Wachstums zeigt die kanarische Wirtschaft Widerstandsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit“, sagte Manuel Domínguez laut Teneriffa News.

Infobox: Die Kanaren erreichen beim Wirtschaftsindex einen Rekordstand seit dem Jahr 2000. Das Wachstum verliert zwar an Tempo, während Arbeitslosigkeit und Beschäftigung zugleich Rekordwerte beziehungsweise den niedrigsten Stand seit 2007 erreichen.

Einschätzung der Redaktion

Die Entwicklung zeigt keine breit angelegte Entwarnung, sondern eine uneinheitliche Widerstandsfähigkeit. Rekordwerte bei Exporten, Beschäftigung und regionaler Wirtschaftsleistung stehen neben strukturellen Schwächen, hoher Energieabhängigkeit und wachsendem Wettbewerbsdruck aus China.

Entscheidend wird sein, ob die positiven Impulse in nachhaltige Produktivitätsgewinne und private Investitionen übergehen. Politische Konzepte, die Entlastungen mit fossiler Energie und weniger Regulierung verbinden, greifen zu kurz, wenn sie Finanzierung, Versorgungssicherheit und technologische Anpassung nicht zugleich absichern.

Infobox: Kernaussage: Die Wirtschaft bleibt belastbar, ist aber keineswegs krisenfest. Kurzfristige Rekorde dürfen nicht mit einer Lösung der langfristigen Strukturprobleme verwechselt werden.

Quellen: