Arbeitsmarkt und Energie: Befristete Jobs, Netzausbau und Wirtschaft im Fokus

Autor: Wirtschaft-Ratgeber Redaktion

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Kategorie: Nachrichten

Zusammenfassung: Der deutsche Arbeitsmarkt stabilisiert sich, doch junge Beschäftigte bleiben überdurchschnittlich oft befristet; zugleich bremsen Großbritanniens Wirtschaft und Deutschlands Stromkosten. Beim Netzausbau streiten Politik und Wirtschaft zwischen wachsendem Strombedarf, Elektrifizierung und steigenden Investitionskosten.

Der deutsche Arbeitsmarkt wird stabiler – doch gerade junge Beschäftigte bleiben überdurchschnittlich oft in befristeten Jobs. Gleichzeitig bremsen Großbritanniens Wirtschaft, hohe Stromkosten und der Streit über den Netzausbau Europas größte Volkswirtschaften. Der Pressespiegel zeigt, wo Wachstum auf Unsicherheit, Kostenkontrolle und strukturellen Wandel trifft.

Arbeitsmarkt: Befristete Beschäftigung geht zurück, junge Menschen besonders betroffen

Der Anteil befristeter Arbeitsverträge in Deutschland ist insgesamt rückläufig. Junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren sind jedoch weiterhin deutlich häufiger betroffen: Im vergangenen Jahr waren in dieser Altersgruppe 18,3 Prozent der Erwerbspersonen befristet beschäftigt.

Wie SZ.de unter Berufung auf den Mikrozensus 2025 des Statistischen Bundesamtes berichtet, lag der Anteil befristeter Jobs bei sämtlichen Beschäftigten bei 6 Prozent. Das entspricht rund 2,2 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. 2015 hatte der Anteil befristeter Beschäftigung noch 7 Prozent betragen.

Auch sogenannte atypische Beschäftigungsformen sind langfristig zurückgegangen. 2025 arbeiteten rund 6,4 Millionen Menschen in Beschäftigungsformen wie Befristung, Minijob, kurzer Teilzeit oder Zeitarbeit. Das entsprach wie schon im Vorjahr 17,2 Prozent der Kernerwerbstätigen; 2015 hatte der Anteil noch 20,8 Prozent betragen.

Eine bewusste Entscheidung für einen befristeten Vertrag trifft der Quelle zufolge nur eine Minderheit. Lediglich 2,7 Prozent der befristet Beschäftigten gaben an, sich freiwillig für diese Vertragsform entschieden zu haben. Mehr als die Hälfte der Befristungen hatte eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

Besonders häufig kommen Zeitverträge im Bildungssektor vor. Dort lag der Anteil bei 11,2 Prozent. Im Gastgewerbe waren 8,8 Prozent der Beschäftigungsverhältnisse befristet.

„Junge Menschen müssen öfter mit kurzen Arbeitsverträgen klarkommen. Gerade zu Beginn des Berufslebens gibt es weniger Sicherheit.“
Beschäftigte zwischen 15 und 25 Jahren mit befristetem Vertrag18,3 Prozent
Alle Beschäftigten mit befristetem Vertrag6 Prozent
Befristete Beschäftigung 20157 Prozent
Atypische Beschäftigungsformen 202517,2 Prozent
Atypische Beschäftigungsformen 201520,8 Prozent
Befristete Beschäftigte mit bewusster Entscheidung für diese Vertragsform2,7 Prozent
Befristungen im Bildungssektor11,2 Prozent
Befristungen im Gastgewerbe8,8 Prozent

Infobox – SZ.de: Befristete Arbeitsverträge sind insgesamt weniger verbreitet als 2015. Besonders häufig treffen sie weiterhin junge Menschen, während eine freiwillige Entscheidung für diese Vertragsform nur selten angegeben wird.

Britische Wirtschaft verliert an Fahrt

boerse.de berichtet über eine nachlassende Dynamik der britischen Wirtschaft. Die Meldung basiert auf Angaben der Deutschen Presse-Agentur für dpa-AFX.

Weitere konkrete Zahlen, Daten oder wirtschaftliche Einzelheiten enthält der übermittelte Quelltext nicht. Deshalb lassen sich aus der Meldung lediglich die Überschrift und die grundsätzliche Einschätzung einer schwächeren wirtschaftlichen Entwicklung wiedergeben.

Infobox – boerse.de: Die britische Wirtschaft verliert an Fahrt. Die Quelle nennt im vorliegenden Inhalt keine weiteren nutzbaren Daten.

TUI-Chef kritisiert Wirtschaftspolitik der Bundesregierung

TUI-Chef Sebastian Ebel findet deutliche Worte für die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung. Wie WEB.DE berichtet, richten sich seine Aussagen insbesondere gegen Bundeskanzler Friedrich Merz und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche.

Die Quelle beschreibt die Kritik als grundsätzliche Abrechnung mit der Wirtschaftspolitik der Merz-Regierung. Konkrete Aussagen, Forderungen oder Zahlen aus Ebels Kritik enthält der übermittelte Inhalt jedoch nicht.

Infobox – WEB.DE: TUI-Chef Sebastian Ebel kritisiert die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung und nennt dabei Friedrich Merz sowie Katherina Reiche. Weitere Einzelheiten sind im vorliegenden Quelltext nicht enthalten.

Streit über den Netzausbau: Zwischen Elektrifizierung und Kostenkontrolle

In Deutschland wächst der Streit darüber, wie stark das Stromnetz für die geplante Elektrifizierung ausgebaut werden muss. Die Frankfurter Rundschau berichtet über unterschiedliche Einschätzungen der Bundesregierung um Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und Teilen der Wirtschaft.

Im Mittelpunkt stehen zwei Untersuchungen mit unterschiedlichen Ansätzen. Eine von Hitachi Energy in Auftrag gegebene Systemstudie von Fraunhofer ISE, Fichtner IT Consulting und EY-Parthenon modelliert für 2045 je nach Szenario eine Endstromnachfrage zwischen 895 und 1.016 Terawattstunden. Ausgangspunkt der Studie sind rund 487 Terawattstunden im Jahr 2025.

Die Studie unterscheidet zwischen einem Stagnations- und einem Prosperitätsszenario. Im Stagnationsszenario soll die Nachfrage bis 2045 auf 895 Terawattstunden steigen. Bei stärkerem Wirtschaftswachstum und einer schnelleren Elektrifizierung rechnen die Wissenschaftler mit 1.016 Terawattstunden.

Als Treiber des steigenden Bedarfs nennt die Quelle E-Autos, Wärmepumpen, elektrische Industrien und Rechenzentren, etwa für eine deutsche oder europäische Künstliche Intelligenz. Wirtschaftsministerin Reiche kalkuliert dagegen zurückhaltender und erwartet bis 2030 einen vergleichsweise langsameren Anstieg.

Ein vom Wirtschaftsministerium beauftragtes Monitoring des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln und der Energieberatung BET kommt für 2030 nach Auswertung verschiedener Szenarien auf einen robusten Korridor von 600 bis 700 Terawattstunden Bruttostromverbrauch. Reiche selbst rechnet bis dahin eher mit etwa 600 bis 620 Terawattstunden.

Die Werte der Studien sind laut Quelle nicht unmittelbar vergleichbar, weil die Hitachi-Studie die Endstromnachfrage betrachtet. Dennoch gehen beide Seiten von einem höheren Strombedarf in den kommenden Jahren aus. Der zentrale Streitpunkt ist deshalb, wie stark Deutschland beim Netzausbau in Vorleistung gehen soll.

„Wir haben noch nicht mal das gebaut, was wir uns in Deutschland vor Jahren vorgenommen haben. Jetzt zu sagen, wir brauchen weniger, ist der falsche Weg.“

Diese Warnung wird dem Hitachi-Chef Andreas Schierenbeck zugeschrieben. Er befürchtet, dass eine zu knappe Netzplanung die Elektrifizierung bremsen könnte, weil Abnehmer später nicht schnell genug versorgt und angeschlossen werden könnten.

Reiche stellt dem das Risiko überhöhter Erwartungen und steigender Kosten gegenüber. Im Netzentwicklungsplan von 2023 hatten die Übertragungsnetzbetreiber ursprünglich mit rund 324 Milliarden Euro gerechnet. Im Juli 2025 bezifferten sie die Kosten für dieselben Maßnahmen bereits auf rund 440 Milliarden Euro.

Damit liegt die spätere Kostenschätzung um rund 116 Milliarden Euro höher. Zusätzlich sieht das Gutachten für die kleineren Verteilnetze, die Fabriken, Haushalte und andere Infrastrukturen mit Strom versorgen, bis 2045 einen Investitionsbedarf von 235 Milliarden Euro oder sogar mehr.

Die Stromversorgung in Deutschland gehört laut Eurostat heute zu den teuersten in Europa. Nicht-Haushaltskunden mit einem Verbrauch zwischen 500 und 2000 MWh zahlten im zweiten Halbjahr 2025 im Durchschnitt 22,64 Cent je Kilowattstunde. Nur in Irland und auf Zypern war Strom teurer.

Die hohen Stromkosten erschweren für Unternehmen den Wechsel von fossilen Brennstoffen wie Öl oder Gas auf Strom. Zugleich stoße das bestehende Netz immer häufiger an seine Grenzen, weil Strom aus Wind- und Solarenergie wegen fehlender Netzkapazitäten nicht immer dorthin transportiert werden könne, wo er benötigt wird.

Bei ausgelasteten Leitungen müssen Windräder im Norden heruntergeregelt und andernorts Kraftwerke hochgefahren werden. Diese Redispatch-Maßnahmen sowie die Reservehaltung von Kraftwerken kosteten 2025 rund drei Milliarden Euro.

EWI und BET setzen deshalb stärker auf Speicher, flexible Verbraucher und eine effizientere Nutzung bestehender Netze. Gelegentliche Redispatch-Eingriffe könnten in einigen Fällen günstiger sein als der Bau einer milliardenschweren Leitung, die während des größten Teils des Jahres nicht vollständig ausgelastet ist.

Endstromnachfrage 2025 laut Hitachi-Studierund 487 Terawattstunden
Endstromnachfrage 2045 im Stagnationsszenario895 Terawattstunden
Endstromnachfrage 2045 im Prosperitätsszenario1.016 TWh
Robuster Korridor des Bruttostromverbrauchs 2030600 bis 700 TWh
Erwartung von Reiche für 2030etwa 600 bis 620 TWh
Strompreis für Nicht-Haushaltskunden im zweiten Halbjahr 202522,64 Cent je Kilowattstunde
Kosten für Redispatch-Maßnahmen und Reservehaltung 2025rund drei Milliarden Euro
Ursprüngliche Kosten für Netzentwicklungsplan-Maßnahmenrund 324 Milliarden Euro
Kostenschätzung im Juli 2025rund 440 Milliarden Euro
Zusätzlicher Investitionsbedarf für Verteilnetze bis 2045235 Milliarden Euro oder sogar mehr

Die Hitachi-Studie zeigt zugleich, dass ein größeres Stromsystem trotz höherer Gesamtkosten nicht zwangsläufig teurer je bereitgestellter Stromeinheit ist. Im Prosperitätsszenario steigen die jährlichen Stromsystemkosten von 93 Milliarden Euro im Jahr 2025 auf 197 Milliarden Euro im Jahr 2045, während die Stromsystemkosten je Megawattstunde von 171 auf 153 Euro sinken.

Im Stagnationsszenario fällt der zusätzlich benötigte Ausbau der Übertragungsnetzkapazität laut Studie um 38 Prozent geringer aus als im Prosperitätsszenario. Ganz ohne zusätzliche Leitungen kommt aber auch dieses Szenario nicht aus.

Die Bundesnetzagentur hat den Netzausbau zumindest vorläufig nicht gestoppt. Von 159 Maßnahmen, die die Übertragungsnetzbetreiber im Netzentwicklungsplan vorgeschlagen haben, hält die Behörde 118 für „vorläufig bestätigungsfähig“. Wie viele Maßnahmen letztlich folgen, war laut Quelle noch offen, da die Behörde die Ergebnisse ihrer Prüfungen noch auswertete.

Infobox – Frankfurter Rundschau: Die Wirtschaft warnt vor einem zu knapp bemessenen Stromnetz, während Wirtschaftsministerin Reiche die Kosten des Ausbaus begrenzen will. Die Debatte reicht von 895 bis 1.016 Terawattstunden Endstromnachfrage im Jahr 2045, von ursprünglich rund 324 Milliarden Euro bis zu rund 440 Milliarden Euro Netzausbaukosten sowie von Speichern und flexiblen Verbrauchern bis zu zusätzlichen Leitungen.

Region Leipzig: Zwischen Wachstum, Strukturwandel und Heimatgefühl

Die Leipziger Volkszeitung widmet sich der Frage, wie sich das nördliche Neuseenland wirtschaftlich und gesellschaftlich weiterentwickelt. Im Zentrum steht eine Region, die sich nach dem Ende des Tagebaus mehrfach verändert hat und erneut vor einem Wandel steht.

Der Beitrag verbindet persönliche Eindrücke mit einer mehrwöchigen Recherche. Ausgangspunkt ist eine Fahrt mit einem Trabi durch das nördliche Neuseenland, an dem sich laut Autor Erinnerungen an eine vermeintlich einfachere und entschleunigte Zeit sowie Vorstellungen von Robustheit und Selbstreparatur bündeln.

Der Tagebau hat eine Landschaft hinterlassen, die es zuvor nicht gab. Einerseits entstanden Seen und Naturidylle, andererseits entwickelte sich eine neue Wirtschafts- und Wachstumskraft. Die Region Leipzig habe sich in den vergangenen vierzig Jahren mehrmals neu erfunden und müsse dies nun erneut tun.

Die Recherche umfasst drei Reportagen und eine Analyse. Thematisiert werden Identitätsverlust, eine wachsende Wirtschaftsregion und eine Generation, die zwischen Bewahrung und Aufbruch eigene Antworten sucht.

Zu den angekündigten Themen gehören der Wandel vom Kohleabbau zum See, die Entwicklung des Neuseenlands zwischen Industrie und Erholung, die Frage nach dem Wachstum eines Dorfes, Erkenntnisse für die Zukunft des nördlichen Neuseenlands sowie die Forderung des DGB-Vertreters Daniel Knorr nach einem anderen Umgang mit Kohlemillionen.

Infobox – Leipziger Volkszeitung: Das nördliche Neuseenland steht zwischen industrieller Vergangenheit, neuer Wirtschafts- und Wachstumskraft sowie dem Wunsch nach Bewahrung. Die Recherche fragt, wie viel Wandel die Heimat verträgt und wie die Region ihre Zukunft gestalten kann.

Güterverkehr: Niedrige Wasserstände verlagern Transporte auf die Schiene

Weil auf den großen Flüssen derzeit nur wenig Wasser fließt, können Schiffe deutlich weniger Güter transportieren. Unternehmen verlagern deshalb viele Transporte auf die Schiene.

Inforadio berichtet, dass Güterbahnunternehmen auf noch vorhandene Kapazitäten im Schienennetz verweisen. Die Bahn könne demnach weitere Güter aufnehmen, die wegen der eingeschränkten Transportmöglichkeiten auf den Wasserwegen nicht per Schiff befördert werden können.

Der Beitrag ordnet die Entwicklung als wirtschaftliches Thema mit regionalen und überregionalen Auswirkungen ein. Weitere konkrete Angaben zu transportierten Mengen, Wasserständen oder zusätzlichen Bahnkapazitäten enthält der übermittelte Quelltext nicht.

Infobox – Inforadio: Niedrige Wasserstände begrenzen die Güterschifffahrt auf großen Flüssen. Unternehmen weichen auf die Schiene aus, deren Güterbahnunternehmen noch freie Kapazitäten sehen.

Einschätzung der Redaktion

Die Entwicklung ist ambivalent: Der Rückgang befristeter Beschäftigung verbessert die allgemeine Jobsicherheit, doch die weiterhin hohe Betroffenheit junger Menschen zeigt eine dauerhafte Einstiegshürde. Politisch relevant ist vor allem, dass Befristungen überwiegend nicht freiwillig erfolgen. Der Übergang in stabile Beschäftigung sollte daher stärker zum Maßstab erfolgreicher Arbeitsmarktpolitik werden.

Kernaussage: Der Arbeitsmarkt wird insgesamt sicherer, bleibt für junge Beschäftigte aber deutlich unsicherer als für andere Gruppen.

Einschätzung der Redaktion

Eine nachlassende Wirtschaftsdynamik erhöht den Druck auf Unternehmen, Haushalte und die Finanzpolitik. Besonders kritisch wäre, wenn schwaches Wachstum mit hoher Verschuldung, geringer Investitionsbereitschaft und steigenden Finanzierungskosten zusammentrifft. Entscheidend ist daher, ob die Abschwächung vorübergehend bleibt oder sich zu einer strukturellen Stagnation entwickelt.

Kernaussage: Weniger Dynamik ist ein Warnsignal, dessen Bedeutung maßgeblich von Dauer und wirtschaftspolitischer Reaktion abhängt.

Einschätzung der Redaktion

Die Kritik eines führenden Unternehmensvertreters ist vor allem deshalb relevant, weil sie die wachsende Unsicherheit über den wirtschaftspolitischen Kurs sichtbar macht. Für die Bundesregierung entsteht daraus ein Glaubwürdigkeitsproblem: Unternehmen benötigen verlässliche Rahmenbedingungen, nicht nur politische Ankündigungen. Die Auseinandersetzung dürfte den Druck erhöhen, konkrete Maßnahmen zur Verbesserung von Standortbedingungen und Investitionsklima vorzulegen.

Kernaussage: Der öffentliche Widerspruch aus der Wirtschaft verschärft den Handlungsdruck auf die Bundesregierung.

Einschätzung der Redaktion

Beim Netzausbau wäre ein politischer Mittelweg sachgerechter als ein Entweder-oder. Ein zu knapp geplantes Netz kann Elektrifizierung und industrielle Investitionen bremsen; ein überdimensionierter Ausbau belastet Verbraucher und Unternehmen. Notwendig ist deshalb eine flexible Planung mit verbindlichen Ausbaukorridoren, Speichern und steuerbaren Verbrauchern. Entscheidend wird, ob Infrastruktur rechtzeitig verfügbar ist, ohne Kostenrisiken aus dem Blick zu verlieren.

Kernaussage: Die Debatte ist keine reine Mengenfrage, sondern eine Abwägung zwischen Versorgungssicherheit, Wachstum und Bezahlbarkeit.

Einschätzung der Redaktion

Die Region Leipzig steht beispielhaft für die Chancen und Spannungen erfolgreicher Strukturentwicklung. Neue Arbeitsplätze, Freizeitangebote und Investitionen können die Region stärken, zugleich aber vertraute Landschaften, soziale Bindungen und regionale Identität verändern. Nachhaltige Entwicklung gelingt nur, wenn die Bevölkerung nicht lediglich als Betroffene, sondern als Mitgestalter des Wandels einbezogen wird.

Kernaussage: Wirtschaftliches Wachstum wird dauerhaft tragfähig, wenn es mit regionaler Identität und gesellschaftlicher Teilhabe verbunden bleibt.

Einschätzung der Redaktion

Die Verlagerung von Gütertransporten auf die Schiene zeigt, dass alternative Verkehrsträger kurzfristig als Puffer wirken können. Sie macht zugleich deutlich, wie verwundbar Lieferketten gegenüber Wetter- und Infrastrukturproblemen sind. Ohne ausreichende Kapazitäten, flexible Logistik und verlässliche Investitionen dürfte eine solche Ausweichbewegung jedoch schnell an Grenzen stoßen.

Kernaussage: Niedrige Wasserstände unterstreichen den Wert eines widerstandsfähigen und besser vernetzten Güterverkehrssystems.

Quellen: